Coffee To Stay

Vielleicht hast du heute schon deinen ersten Kaffee intus, um in die Gänge zu kommen. Wie hast du ihn getrunken? Entspannt am Küchentisch oder gehetzt auf dem Weg zur Arbeit?

Ich selbst bin gar nicht so ein Kaffeejunkie und habe mir trotzdem mal die Mühe gemacht, ein bisschen nachzuforschen, wie viel Kaffee wir Deutschen so trinken.

2014 waren es im Durchschnitt 162 Liter pro Person und davon 5 Prozent aus Einwegbechern. Das führt dazu, dass jede Stunde 320.000 Kaffeebecher im Müll. Das sind allein in Berlin täglich knapp eine halbe Million Coffee to Go Becher und deutschlandweit im Jahr fast drei Milliarden.

Einfach nur den Plastikdeckel des Einwegbechers wegzulassen ist übrigens ein – wahrscheinlich ohnehin etwas unpraktischer – Anfang, aber noch nicht die Lösung des Problems. Damit die Pappbecher nicht durchsuppen, sind sie nämlich von innen mit Polyethylen beschichtet, einem Kunststoff, der aus Erdöl hergestellt wird.

Nachhaltigkeit meets Achtsamkeit

Wie du weißt, soll es auf Zero Waste Your Life nicht nur um Nachhaltigkeit, sondern auch um Achtsamkeit gehen. Darum stelle ich an dieser Stelle drei Möglichkeiten vor, den Becherwahnsinn zu stoppen und gleichzeitig mehr Entspannung in deinen Alltag zu bringen.

 

1. Hübsche Thermosbecher

Steige auf wiederverwendbare Alternativen zum Einweg-Cup um. Mittlerweile gibt es Thermosbecher in zig hübschen Designs und bei vielen Bäckern und Coffee-Shops sogar einen Rabatt, wenn man seinen eigenen, sauberen Becher mitbringt. Je hübscher du deinen Becher findest, desto besser. Auf diese Weise erfreust du dich nicht nur am schwarzen Gold, sondern auch am hübsche Design des Trinkgefäßes.

2. Pfandsysteme

In vielen großen Städten gibt es seit einer Weile verschiedene Pfandsysteme für Coffee To Go Becher. Wenn du also deinen eigenen Kaffeebecher mal nicht dabei hast und auch keine Zeit, den Kaffee vor Ort zu trinken, nimmst du einfach gegen einen geringen Pfandbetrag einen Mehrwegbecher mit Deckel mit, den du anschließend in jedem teilnehmenden Café oder Coffee-Shop wieder abgeben und spülen oder auffüllen lassen kannst. In Berlin könnt ihr da zum Beispiel nach Recup ausschau halten und in Hamburg heißt das Ganze Refill It! Google einfach mal Coffee to Go, Mehrweg und den Namen deiner Stadt.

3. Coffee To Stay

Meine Lieblingsvariante, weil sie die ultimative Dosis Achtsamkeit mit ins Spiel bringt. Wie wär’s anstatt einem Coffee to go mit einem Coffee to stay? Ich zelebriere es zum Beispiel, morgens zeitig aufzustehen und mir je nach Laune meinen Tee oder Kaffee zu kochen. Ich setze mich dann an den Küchentisch und genieße mein Getränk ganz bewusst. Aktuell nehme ich mir dann auch immer noch die Zeit, ein paar Zeilen in mein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben und im Kopf meine Pläne und Ziele für den Tag durchzugehen.

Auch unterwegs hilft mir der Coffee to Stay, mir zwischendurch im trubeligen Alltag mal Ruhe zu gönnen. Neulich habe ich während einer langen Autofahrt einen Espresso an der Raststätte getrunken – aus einer richtigen Tasse. Das ist ein ganz anderes Gefühl und hat mich nicht nur wachgemacht, sondern mich auch runter und in meine Mitte gebracht.

Die Vision von Zero Waste Your Life

Zero Waste – was ist das? Zero Waste bedeutet, möglichst wenig Müll zu produzieren, indem du bewusst einkaufst und konsumierst. Auf diese Weise können Ressourcen und somit die Umwelt geschont werden.

Ich selbst habe vor drei Jahren begonnen, nach und nach meine Gewohnheiten zu ändern – vom Einkaufen bis zur täglichen Hygiene im Bad. Auf diese Weise konnte ich meinen Plastik- und Restmüll seitdem von mehreren vollen Säcken pro Woche auf einen kleinen Beutel pro Quartal – plus kompostierbarer Bioabfälle – reduzieren.

Was zunächst vielleicht banal klingt, kann global gesehen einen großen Impact haben, wenn genug Menschen mitziehen.

Achtsamkeit und Freude

Durch meine Transition zu Zero Waste bin ich aufmerksamer und achtsamer im Alltag geworden: Was kaufe ich? Wofür investiere ich Geld? Wie nutze ich meine Zeit? Mir macht es so viel Spaß, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, dass ich meine Gedanken dazu und meine Vision gern mit der Welt teilen möchte.

Ich möchte dich mitnehmen und begleiten auf eine Reise einem achtsamen, nachhaltigen und erfüllten Leben. Ich gebe dir Tipps und Wegweiser an die Hand, wie auch du mehr Fülle und Freude in deinen Alltag bringen – und dabei die Welt Stück für Stück ein bisschen besser machen kannst.

Nimm’s leicht

Wichtig ist mir, bei all meinem Engagement zu betonen:
Es gibt nicht den einen „richtigen“ Weg zu einem nachhaltigen Leben oder zum Zero Waste Lifestyle.

Jede*r von uns hat andere Ausgangsvoraussetzungen. Wir haben andere zeitliche und finanzielle Ressourcen. Wir leben in unterschiedlichen Settings. Wir setzen unterschiedliche Prioritäten in Bezug auf unsere Konsum- und Lebensentscheidungen.

Es gibt unendlich viele Ansatzpunkte, um das eigene Leben nachhaltiger und achtsamer zu gestalten. Was für den einen fantastisch funktioniert, fühlt sich für die andere vielleicht weniger gut an.

Jeder scheinbar noch so kleine Beitrag, den ein einzelner Mensch leistet, ist wertvoll. Wichtig ist, dass sich der Lebenswandel für die*den Einzelne*n gut anfühlt und dass der Weg Spaß macht. Nur, wenn wir Freude an der Veränderung erleben, können wir sie nachhaltig implementieren. Wer sich Dauer-Verzichtsmodus  befindet, ist auf kurz oder lang gefrustet. Wer sich für jeden „Fehler“ selbst fertig macht, verliert die Freude am Tun.

Darum lade ich dich ein:

Mach dich mit mir auf den Weg und zelebriere die Reise. Sei stolz auf jeden einzelnen Schritt in Richtung eines nachhaltigen, umweltfreundlicheren und achtsamen Lebens, den du gehst. Sei nicht so streng mit dir. Feiere deine Erfolge. Wertschätze das Engagement und die Bemühungen deiner Mitmenschen, seien sie in deinen Augen auch noch so klein. Unterstützt einander! Spread the love and spread the Joy!

„Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Afrikanisches Sprichwort.

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